Am 20. April führte Julia Raab uns in einem Figurenspiel die Abschiedsbriefe von drei Frauen vor, die zwischen 1943 und 1945 in NS-Deutschland unter tragischsten Bedingungen exekutiert wurden.
Berufsbildende Schulen „Otto von Guericke“ Magdeburg
Theateraufführung im Ethik-Kurs der Bg24
Am 20. April führte Julia Raab uns in einem Figurenspiel die Abschiedsbriefe von drei Frauen vor, die zwischen 1943 und 1945 in NS-Deutschland unter tragischsten Bedingungen exekutiert wurden.
Unter der Überschrift „Im Frühling hat man keine Lust zu sterben“ wurde uns mit viel Leidenschaft das Schicksal der bis jetzt Ungesehenen und Unbeachteten nahegebracht. Schreiend bis leise flüsternd brachte Julia Raab uns eine Welt nahe, die wir uns sonst nicht einmal vorstellen wollen. Dabei geschah dies immer aus der Zeit selbst heraus durch Briefe, Protokolle oder Formulare.
In diesem Stück wird man mit der Grausamkeit der NS-Zeit konfrontiert, vor der wir uns oft bewusst oder unbewusst schützen. Man könnte dieses „Theaterstück“ also auch als Zumutung bezeichnen. Dies ist aber keinesfalls negativ gemeint, denn nur durch solche Zumutungen kann man lernen und verstehen, sowohl über die Vergangenheit als auch für die Zukunft.
Anschließend gab es eine kleine Nachbesprechung, in der man die Möglichkeit bekam, der Schauspielerin persönlich Fragen zu stellen und in der sie selbst die Intentionen und Hintergrundgedanken des Stückes erklärte. Im Zuge dessen brachte sie uns mit einer einfachen „Übung“ alles, und ich betone wirklich alles, über Macht bei, was man wissen muss. Abschließend lässt sich sagen, dass Julia Raab und ihrem Team mit diesem Stück etwas gelungen ist, was unfassbar wertvoll ist. Sie bringt nämlich innerhalb von Minuten ein vergangenes Zeitalter direkt ins Klassenzimmer.
-Karl Müller, Schüler BG24




